Instagram Marketing- strategie und tipps für unternehmen

Instagram Marketing – Strategie und Tipps für Unternehmen

Einleitung

Instagram Marketing ist ein gefragtes Thema und ist nicht nur für Privatpersonen vor allem für Unternehmen. Der ursprüngliche Foto Dienst hat sich zu einem der größten sozialen Netzwerke entwickelt und erreicht mittlerweile Millionen von Menschen jeden Tag. Viele Nutzer sehen Instagram als Social Media Plattform doch für Unternehmer kann es eine Werbeplattform mit enormen Potential sein.

Doch wer Instagram Marketing vor allem für Unternehmen richtig betreiben möchte braucht eine Strategie. In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Instagram Marketing und wie Sie es am besten für Ihr Unternehmen nutzen. Profitieren Sie von der aktuell aktivsten Plattform und gewinnen Sie Kunden auf soziale Art und Weise.

Organisches Instagram Marketing

Die Basis für erfolgreiches Instagram Marketing bildet organisches Marketing. Konkret bedeutet das Content. Nur bezahlte Werbekampagnen laufen zu lassen kann zwar funktionieren ist aber letztendlich nicht nachhaltig bzw. kostenintensiv. Zudem sollte man nicht auf die Möglichkeit verzichten kostenlos Kunden über organisches Marketing zu gewinnen.

Inhalte

Das wichtigste dabei sind die Inhalte. Organisches Marketing lebt von hochqualitativem Content. Hochqualitativ bedeutet unter anderem interessant bzw. relevant für den User. Es nützt nichts jeden Tag sein Produkt vor weißen Hintergrund zu posten. Es gehört viel mehr dazu.

Kreative, kontroverse und anregende Inhalte die direkt oder indirekt mit der Brand zu tun haben eignen sich am besten. Das Ziel ist Engagement und letztendlich auch Käufe. Alles andere ist uninteressant. Das musste gesagt werden weil es gibt zahlreiche Brands die seit Monaten aktiv auf Instagram sind und noch immer nicht mehr als 50 Likes auf ein Foto bekommen. So funktioniert Instagram Marketing definitiv nicht.

Hier ein paar Anregung mit konkreten Beispielen für geniale Inhalte bzw. Content Marketing auf Instagram.

Sexy & Ästhetisch

Sex Sells – das wird sich nie ändern. Natürlich passt das nicht zu jeder Brand aber für viele ist es ein sehr einfach aber dennoch Wirksames Werkzeug. Vor allem im Bereich Kleidung (insbesondere Unterwäsche) aber auch Sport und Fitness Artikel funktioniert das ausgesprochen gut. So ziemlich jedes Produkt was am Körper getragen wird oder im Bezug zu Fitness und Ästhetik zu tun kann mithilfe von Sex Sells verkaufen werden. Hier ein Beispiel einer neuen Unterwäschebrand aus Kanada namens Bamboo Underware.

Instagram Feed Marketing

Da Instagram eine unglaublich visuelle Plattform ist und sich einfache Lifestyle Produkte sehr gut vermarkten lassen macht diese Art von Content sehr viel Sinn. Die Produktbeschreibungen sind absolut nebensächlich. Die Brand setzt auf Ästhetik, Schönheit und Sex. Zudem sind nahezu alle Aufnahmen professionell getätigt worden. Das Prinzip funktioniert und die Marke hat ein unglaublich hohes Engagement auf jeden organischen Post.

Lifestyle

Movement Watches sind eines der am schnellsten wachsenden StartUps im Bereich Uhren. Mittlerweile sind die Umsätze in Millionen Höhe und auch auf Instagram folgen schon über 1M User. Warum? Lifestyle. MVMT erzählt Geschichten und zeigt gleichzeitig wie gut das Produkt sich in das alltäglich Leben einbinden lässt. Man hat sofort das Gefühl, dass man dabei ist und diese Uhr ein absolutes Lifestyle Produkt ist. Auch hier werden spontane alltäglich Szenen professionell abgelichtet.

Movement Instagram Feed

Die Bilder vermitteln das Gefühl von Freiheit, Stil und Modebewusstsein. Genau das soll der Träger auch denken wenn es die Uhr kauft. Ein Klassiker aus dem Consumer Bereich. Aber auch hier täuscht die Spontanität. Jedes Bild wurde auch hier wieder professionell gemacht.

Bildung & Informativ

Man muss selbstverständlich nicht immer nur auf die Optik achten sondern kann auch tiefgründiger Inhalte mit etwas mehr Mehrwert teilen. Das macht vor allem bei Produkten Sinn die sich nicht sofort von selbst erklären bzw. einen komplexeren Nutzen haben. Dr. Axe ist ein sehr bekannter Health und Fitness Influencer aus den USA und hat rund um seinen Namen ein ganzes Unternehmen aufgebaut.

Er verkauft unterschiedlichste Nahrungsergänzungsmittel und Coaching mittels Online Shop. Auf Instagram konnte er seinen hilfreichen Tipps und Tricks schon ein Following von über 400K erreichen. Seine Inhalte sind meistens bezogen auf Gesundheit und Fitness und vermitteln auf einfachste Art und Weise nützliche Tipps.

Dr Axe Instagram

Auf der linken Seite befindet sich ein sehr praktisches Rezeptvideo zum Backen von ketogenen Brownies, in der Mitte eine typische Produktplatzierung und rechts eine kurze Infografik zu ketogenen Lebensmitteln. Die Mischung aus wertvollen Inhalten und den dazu passenden Produkten wirkt sehr homogen, organisch und kommt sehr gut bei den Nutzern an.

Bezahltes Instagram Marketing

Bezahlte Instagram Ads können ergänzend zum organischen Content Aufbau hilfreich sein. Diese werden genauso wie die Facebook Ads auch über den Facebook Business Manager gesteuert (business.facebook.com). Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

Story Ads

Diese werden in den Instagram Stories als Werbeanzeige ausgeliefert. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass man vergleichsweise die niedrigsten CPMs bekommt. Vor allem wenn diese in Form eines Videos sind. Story Ads eignen sich besonders gut für kurze und klare Messages. Zum Beispiel: „Get this necklace for free just pay for shipping – SWIPE UP NOW“. Natürlich funktioniert das am besten bei günstigen Artikeln. Aber auch andere Produkte oder Dienstleistungen im niedrigen Preissegment lassen sich sehr gut über Story Ads vermarkten.

instagram story ad

Hier ein sehr gutes Beispiel aus dem Fashion Bereich mit klarer Message für den User und farblich gut hervorgehoben.

Andererseits lasse sich aber auch E-Mail Listen sehr gut mit Instagram Story Ads aufbauen. Man kann die Nutzer zum rauf wischen aufrufen und im Gegenzug dazu bekommen diese ein Gratis E-Book oder ein PDF Cheatsheet zum Thema XY (z.B 10 besten SEO Tricks für das Jahr 2019).

Feed Ads

Werden im Instagram Feed unter den zahlreichen anderen Beiträgen als Werbeazeige ausgeliefert. Auch diese sind vergleichsweise noch relativ günstig. Das liegt daran, dass Instagram Feed Ads genauso wie Story Ads verhältnismäßig seltener genutzt werden als Facebook Ads o.Ä.

instagram feed ads

Airbnb nutzt diese beispielsweise um ein Foto Karussell einer kürzlich gesehenen Wohnung zu bewerben. Der Vorteil gegenüber den Story Ads liegt hier bei der größeren Aufmerksamkeitsspanne. Im Schnitt sehen User Fotos im Feed wesentlich länger als in den Stories. Zudem kann man 60 Sekunden Videos sponsorn und als Video Anzeige nutzen.

Influencer Marketing

Ein weitere Methode um Produkte oder Dienstleistungen auf Instagram zu vermarkten ist Influencer Marketing. Es ist tatsächlich einer der besten und lukrativsten Arten um innerhalb kürzester Zeit großflächig Brand Awareness zu schaffen und auch Verkäufe zu erzielen. Man muss nichtmal selbst einen Instagram Account haben (obwohl das natürlich empfehlenswert ist) um auf Instagram verkaufen zu können.

Beim Influencer Marketing nutzt man die Reichweite andere Personen auf Instagram und lässt diese die eignen Produkte bzw. Dienstleistungen bewerben. Natürlich müssen diese entsprechend zur Zielgruppe passen um möglichst hohe Conversion Rates zu erzielen. Das ist mitunter einer der wichtigsten Aspekte beim Influencer Marketing.

Wir haben sogar Produkte mit Influencer beworben die weniger als 10K Follower hatten und konnten 4 stellige Tagesumsätze damit erzielen. So effektiv kann Influencer Marketing sein wenn man die richtigen Personen auswählt.

Shoutouts

Bezahlte Shoutouts von Themed Pages können auch Sinn machen. Themed Pages sind auch eine Art Influencer nur, dass diese Accounts meistens Brands und keine Personen sind. Diese Themed Pages bzw. Brands haben sich meistens sehr stark auf eine Nische spezialisiert und liefern besondere Inhalte in diesem Bereich. Sofern sich diese Nische und der Content zu der eignen Zielgruppe passt können gekaufte Shoutouts Sinn machen um Follower und Brand Awareness zu bekommen.

Instagram Marketing

Hier oben ein Beispiel aus dem Uhren Bereich. Die Seite ifuckinglovewatches featured täglich Uhren aus aller Welt für Uhrenliebhaber. Dadurch haben sie sich schon ein Following von über 500k aufbauen können. Seiten dieser Art bieten meistens auch bezahlte Shoutouts bzw. Werbungen für andere Seiten an.

Das kann nützlich sein wenn man genauso wie bei Influencer Marketing die richtige Zielgruppe trifft.

Zusätzliche Tipps & Tricks

Hier noch ein paar zusätzliche Tipps & Tricks bzw. Growth Hacks um mehr Reichweite, Engagement und letztendlich auch Kunden zu gewinnen.

Engagement Groups

Engagement Groups auf Telegram können besonders am Anfang effektiv sein um seine Reichweite zu erhöhen. Das Prinzip ist einfach man gründet oder tritt einer Telegram Gruppe bei in der sich schon andere User aus der selben Nische befinden. Sobald nun eines der Gruppenmitglieder ein Bild postet wird der Link im Telegram Chat geteilt sodass die anderen das sehen. Anschließend interagieren (Liken, Kommentieren & Saven) die anderen Gruppenmitglieder so schnell wie möglich mit dem Post.

Telegram GroupsInstagram testet jeden hochgeladenen Beitrag in den ersten 20 Minuten auf Interaktion. Wenn diese anfangs sehr hoch ist „pusht“ Instagram den Beitrag und zeigt diesen mehr User. Im Idealfall landet man somit auf der Explore Page.

Durch Engagement Gruppen lässt sich Instagram relativ schnell austricksen. Je größer und passender die Accounts sind die miteinander interagieren desto stärker der Push.

Power Likes

Eine besondere Form der Engagement Groups sind letztendlich Power Likes. Diese Likes stammen von Seiten mit extrem viel Authority. Genauso wie bei SEO Backlinks von großen Seiten beim Ranking helfen können Likes von großen Seiten auf Instagram einen enormen Boost geben.

Collaborations

Eine unbezahlte aber effektive Methode sind Collaborations. Diese basieren auf Gegenseitigkeit in dem man andere Accounts bzw. deren Inhalte auf der eigenen Seite postet und vice versa. Somit kann man relativ leicht an neue Follower kommen und muss keinen Cent dafür in die Hand nehmen.

YouTuber machen das seit Jahren und wissen bestens Bescheid über die Macht von Collaborations bzw. gegenseitigen Promos.

 

Instagram Marketing Tool

Es gibt bereits einige Tools die das Marketing auf Instagram erleichtern und einem viel Zeit und Mühe sparen können. Hier sind die wichtigsten im Überblick die Sie kennen und möglicherweise auch nutzen sollten.

Later

Eines der besten und praktischsten Tools für Instagram ist definitiv Later. Dieses Tool ermöglicht es unterschiedlichste Inhalte für Instagram vorzubereiten und anschließend automatisiert zu posten. Das ist unheimlich praktisch vor allem wenn man effektiv und gezielt wachsen möchte.

Instagram Post Scheduling

Es lassen sich alle Posts im Vorhinein planen und vorbereiten. Das Posten und Teilen der Inhalte übernimmt Later dann von selbst. Es gibt sogar einen Gratis Plan der einem erlaubt über 30 Beiträge im Monat kostenlos teilen zu lassen.

Jarvee

Jarvee ist mit Abstand der beste Bot bzw. das beste Automatisierungstool für Instagram und andere soziale Netzwerke. Es greift automatisch auf den Instagram Account zu und beginnt von selbst aktiv zu werden. Je nach Einstellung ist es möglich automatisiert mittels Jarvee mit anderen Usern zu interagieren (Liken, Kommentieren, Folgen etc.). Das ist insofern interessant da es sich bei Instagram um ein soziales Netzwerk handelt und sich alles um Engagement bzw. Interaktionen dreht.

Instagram Marketing Bot

Jedoch gilt hier Vorsicht, denn Instagram hasst Bots. Vor allem wenn diese zu aggressiv eingestellt werden. Instagram hat mittlerweile einen sehr ausgeklügelten Algorithmus welcher auf das Erkennen von derartige Softwares spezialisiert ist.

Metriken Messen

Marketing macht letztendlich am meisten Sinn wenn man es mit Zahlen belegen kann. Somit weiß man genau welche Maßnahmen wie gut funktionieren. Dafür benötigt man anfangs nicht mal eine zusätzlich Software. Instagram selbst bietet die Möglichkeit Statistiken aufrufen zu können und die Daten im Überblick zu sehen.

instagram analytics

Diese Funktion steht aber nur Accounts zur Verfügung welche zu Business Accounts umgestellt worden sind. Für Privat Accounts ist das nicht möglich. Deshalb sollten Sie spätestens jetzt Ihren Instagram Account auf Business umstellen.

Darüber hinaus sollte man natürlich auch Google Analytics auf der Website bzw. im Webshop installieren um einsehen zu können wie viele Aufrufe, Leads, Sales oder sonstige Conversions von Instagram kommen. Aber das sollte selbstverständlich für jeden ernsthaften Online Marketer bzw. Unternehmer sein. Um wirklich genaue Daten zu bekommen lohnt es sich auf jeden UTM Parameter zu verwenden. Dadurch lassen sich Custom Links für verschiedene Kampagnen erstellen. Durch das UTM Format kann Google Analytics genauestens die Daten bzw. Ergebnisse der einzelnen Links Auswerten. Auf Plattformen wie Gav-Dev-Tools funktioniert das bestens und innerhalb weniger Sekunden hat man seinen Link.

UTM Parameter Tracking

Man muss lediglich die gewünschten Parameter ausfüllen und der Link wird automatisch generiert. Hierbei sollte man natürlich so genau wie möglich sein vor allem wenn man mehrere Kampagnen gleichzeitig startet. Somit hat man es später beim Auswerten der Daten leichter. Wenn man die Felder fertig ausgefüllt hat erhält man den Link.

UTM Link

Man kann so viele Links wie man möchte erstellen. Jeder ist individuell und für eine eigene Kampagne vorgesehen. Somit erhält man im Anschluss präzise Daten und kann diese über Analytics auswerten. Das ist vor allem bei Influencer Marketing besonders wichtig.

Zusammenfassung

Instagram Marketing kann für viele Unternehmen Sinn machen vor allem wenn die primäre Zielgruppe etwas jünger ist und man Produkte oder Dienstleistungen im Consumer Bereich verkauft. Lifestyle Produkte wie Kleidung, Accessoires, Sportartikel, Fitness Produkte uvm. lassen sich ideal über Instagram verkaufen.

Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten auf die man zurück greifen kann. Die Basis bildet organisches Marketing und das Publizieren von hochqualitativen Inhalten und das am besten täglich. Dadurch hält man seine bisherigen Kunden/Follower bei Laune und kann auch stetig seine organische Reichweite erhöhen.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit über Paid Ads Produkte oder Beiträge gezielt zu bewerben. Das kann besonders lukrativ sein wenn man weiß wie man mit dem Facebook Ads Manager richtig umgeht. Aber auch bezahlte Kampagnen bzw. Kollaborationen mit Influencern machen bei vielen Produkten Sinn.

Paid Ads und Influencer Kampagnen machen insofern Sinn, da man innerhalb kürzester Zeit viele Menschen auf einmal erreichen kann. Somit eignen sich diese Mittel ideal für Brand Awareness oder Aktions Kampagnen.

Zahlreiche Tools können das Marketing mit Instagram vereinfachen bzw. genaueren Einblick verschaffen. Dazu gehören unter anderem Klassiker wie Google Analytics inklusive UTM Parameter Tracking. Darüber hinaus gibt es gezielte Instagram Applikations wie z.B Later und Jarvee mit denen man die Posts vorbereiten kann bzw. die organische Aktivität erhöht. Das spart auf Dauer enorm viel Zeit und kann den ganzen Prozess vereinfachen.

Der letztendlich wichtigste Punkt ist aber testen um herauszufinden was am besten funktioniert. Eine Kombination aus organischen Content mit Ads und Influencer Kampagnen kann auch zielführend sein. Das ist jedoch immer abhängig vom Produkt und von den Konditionen. Wer mehr zum Thema organischen Instagram Marketing wissen möchte sollte auf jeden Fall diesen Artikel von uns lesen.

In diesem Sinne #instagrowth!

Influencer Marketing

Influencer Marketing – Der ultimative Guide [+Studie]

Einleitung

Influencer Marketing ist der neuste Trend wenn es darum geht Produkte unterschiedlichster Art online zu promoten und zu vermarkten. Angefangen von Proteinpulvern, über Kleidung bis hin zu Consumer Elektronik wird mittlerweile alles über Influencer Marketing vertrieben. In den letzten Monaten haben auch verstärkt Dienstleister wie Zahnärzte, Nagelstudios uns Reiseagenturen aber Influencer gesetzt.

Doch was ist Influencer Marketing überhaupt und betreibt man es am besten? In diesem Artikel haben wir alles zusammen gefasst was man über Influencer Marketing wissen. Inklusive Studie und praktischem Guide.

Was ist Influencer Marketing? Definition

Influencer Marketing ist per Definition das Marketing über einer Person mit großer Reichweite und hohem Ansehen. Influencer bedeutet übersetzt Meinungsbildner. Personen mit hoher Reichweite genießen meist hohes Ansehen und tragen zur Meinungsbildung Ihrer Follower bei.

Diese Influencer positionieren sich meist in gewissen Branchen und Nischen und haben meistens einen gewissen Expertenstatus auf diesem Gebiet. Infolgedessen ist das Vertrauen in die Influencer besonders hoch und man hält viel von deren Meinung.

Man benutzt also diese Influencer oder Meinungsbildner um Produkte oder Dienstleistung einer gewissen Marke zu vermarkten. Aufgrund des hohen Vertrauens seitens der Follower funktioniert das besonders gut. Immerhin kaufen Menschen viel lieber auf Empfehlung von anderen Menschen als direkt von der Marke selbst.

Es gibt jedoch keine strenge Definition für Influencer oder gewisse Parameter welche diese Erfüllen müssen um sich bezeichnen zu können. Jedoch gibt es zwei Kategorien von Influencer.

Mikroinfluencer

Mikroinfluencer haben meist nur eine geringe Anzahl an Follower haben aber trotzdem ein gewisses Ansehen und können die Meinung einer gewissen Anzahl an Leuten beeinflussen. Es gibt auch hier wieder keine strenge Definition was man als Mikroinfluencer bezeichnet.

Meistens spricht man jedoch von Mikroinfluencer wenn dieser weniger als 10K Follower haben.

Influencer

Alles darüber sind „normale“ Influencer und haben schon mehr Verantwortung was die Meinungsbildung anderer Leute betrifft. Sie sind wie oben Beschrieben Experten oder Führend in einem Gebiet und weisen dort meist höhere Skills, Fähigkeiten oder Fachwissen auf.

Es gibt aber auch Models oder andere Influencer die einfach nur gut aussehen und deshalb viele Follower haben. Vor allem auf Instagram gibt es haufenweise Influencer die keinen wirklich Mehrwert bieten außer ihr aussehen.

Wie finde ich Influencer?

Die richtigen Influencer zu finden kann ein schwieriger und langfristiger Prozess sein jedoch lohnt sich der Aufwand. Die Analyse ist mitunter einer der wichtigsten Punkte im Influencer Marketing. Denn die ganze Kampagne hängt letztendlich vom Influencer ab. Wenn dieser nicht gut zur Brand passt bzw. gewisse Kriterien nicht erfüllt kann die gesamte Kampagne in die Hose gehen.

Im Endeffekt gibt es 3 Möglichkeiten Influencer zu finden:

Manueller Outreach

Der erste Schritt ist manueller Outreach. Das bedeutet, dass man sich einfach die Zeit nehmen muss und Influencer auf Instagram, YouTube oder Google selbst finden muss. Das kann anfangs sehr verwirrend und unstrukturiert sein aber es gibt ein paar Tricks mit denen das leichter fällt.

Bei Instagram gibt es Beispielsweise die Möglichkeit verwandte Profil anzeigen zu lassen indem man den Hacken neben den Profil drückt. Anschließend stellt Instagram weitere Profil vor die man sich ansehen kann.

influencer finden

Zudem gibt es bei Instagram die Möglichkeit nach gewissen Hashtags wie z.B „#travelblogger“ oder „#fashionblogger“ zu filtern und man erhält viele Beiträge von den beispielsweise Fashion – oder Reiseblogger. In den Top Posts finden sich zudem die beliebtesten und größten Beiträge.

Auch auf YouTube gibt auf der Seite neben jedem Kanal weitere vorgeschlagene Kanäle auf die zur der aktuellen angesehenen Person passen. Das erleichtert die Suche enorm und man findet relativ schnell Influencer aus einer gewissen Branche bzw. gewissen Bereich.

Auf Google ist die Suche am einfachsten denn man muss nur den gewünschten Begriff eingeben. Beispielsweise „deutsche Fashion Blogs“ und man erhält Listen mit deutschen Fashion Bloggern. Das funktioniert  natürlich auch mit anderen Nischen bzw. Produktkategorien

influencer finden google

Im Grunde genommen muss man nur die nötige Geduld und Kreativität mitbringen und man kann findet zahlreiche Influencer aus den unterschiedlichsten Branchen. Im Gegensatz zu anderen Vorgehensweise ist diese kostenlose. Naja sie kostet Zeit aber wer sparen möchte findet auch so definitiv die richtigen Influencer für die eigene Kampagne.

Influencer Marketing Software

Es gibt natürlich auch einige kostenpflichtige Softwares auf dem Markt die einem versprechen die richtigen Influencer zu finden. Diese können zwar eine Erleichterung sein kosten aber auch Geld. Wer wirklich schnell zu einem Ergebnis kommen möchte bzw. den Prozess in kurzer Zeit skalieren möchte kann über solche Softwares Influencer finde.

Socialbakers ist eine davon kostet aber immerhin stolze 200€ aufwärts im Monat. Ob sich das lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir konnten wie unten in unserer Case Study beschrieben auch sehr gute Ergebnisse ohne solche Softwares erzielen.

Es gibt auch auf kostenlose Softwares die zumindest nach Ländern oder Kategorien grob Influencer herausfiltern können. Dazu gehört zum Beispiel das beliebte Tool Socialblade. Es vereinfacht die Suche etwas und kann am Anfang des Prozess hilfreich sein. Zudem gibt es Einblick in die Statistiken der Influencer was hilft die Qualität zu bestimmen.

Influencer Marketing Agentur

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit professionelle Agenturen wie uns zu beauftragen die bereits schon erfolgreiche Influencer Kampagnen geleitet haben. Diese haben die notwendige Erfahrung sowie das Wissen um die richtigen Personen bzw.Seiten  für die Kampagnen zu finden.

Das ist natürlich immer eine Frage der Kosten und für StartUps oder kleine Unternehmen mit geringem Budget nicht empfehlenswert. Es würde vielmehr Sinn machen den manuellen Outreach selbst zu machen und das Geld anschließend direkt in die Influencer zu investieren.

Für große Unternehmen macht es jedoch Sinn eine professionelle Kampagne von Marketing Agenturen erstellen zu lassen. Das liegt daran, dass sie nicht die Zeit haben um gewisse Tests durchzuführen und sofort Ergebnisse sehen möchten.

Wie bewerte ich Influencer?

Es gibt viele Faktoren die einen erfolgreichen oder hochwertigen Influencer ausmachen. Nur weil jemand viele Follower hat heißt das nicht gleich, dass dieser Influencer gut für eine Kampagne geeignet ist.

Je mehr Follower desto besser oder?

Eben nicht denn was wirklich zählt ist die Anzahl der aktiven Follower und wie sehr diese dem Influencer vertrauen. Die reine Anzahl die auf Facebook oder YouTube angezeigt wird ist relativ wertlos. Es geht im Endeffekt nur im die wirklichen treuen und aktiven Follower. Diese sind letztendlich diejenigen die am meisten Kaufen.

Ein guter Indikator sind die Kommentare sowie Likes die man unter einem Beitrag (Foto, Video etc.) findet. Wenn diese in Relation zu Follower Zahl stehen und echt bzw. authentisch aussehen ist das ein gutes Zeichen.

Zudem macht es Sinn potentielle Influencer nach Ihren Analytics zu fragen. Diese Art von Transparenz ist keineswegs unverschämt sondern von entscheidender Bedeutung. Denn wenn sich der Influencer nicht bereit erklärt Einblick in die Statistik zu geben ist meistens etwas faul.

Achtung bei Fake Likes, Follower und Kommentare

Leider muss dieser Punkt auch erwähnt werden, da es wie in jedem anderen Geschäft auch Betrüger gibt. Mittlerweile gibt es doch schon einige Fake Influencer die sich Ihre Follower, Likes und Kommentare erkauft haben. Es gibt sehr viele Plattformen wo man diese günstig kaufen kann.

Deshalb ist es umso wichtiger auf gewisse Warnsignale zu achten um nicht umsonst Geld auszugeben für falsche Influencer ohne Reichweite.

Affinity Score

Der Affinity Score dürfte vielen bekannt sein die bereits Facebook Werbung betrieben haben. Er gibt Auskunft über die Affinität einer gewissen Gruppe von Menschen zu einem gewissen Thema. Das ist wichtig denn je höher die Affinität, desto interessierte und kaufbereiter sind die Menschen.

Im Influencer Marketing gibt es so etwas leider nicht und man muss diesen Wert selbst abschätzen. Hier ein konkretes Beispiel um das ganze verständlicher zu machen.

Es gibt Food Blogger die über die unterschiedlichsten Gerichte und Rezepte aus aller Welt berichten. Sie kochen von asiatisch, über spanisch bis hin zu afrikanisch. Hauptsache es sieht lecker aus, ist einfach und womöglich auch neu bzw. interessant. Solche Accounts gibt es haufenweise aus Instagram.

Zugleich gibt es aber auch Foodblogger die sich auf die rein vegane Küche spezialisiert haben und ausschließlich vegane Gerichte kochen. Darunter gibt es mittlerweile auch Accounts mit sehr hoher Anzahl an Follower. Diese Accounts sind vergleichsweise viel spezifischer und haben eine wesentlich enger definierte Zielgruppe. Genau das ist aber der entscheidende Unterschied.

Wenn man letztendlich ein Kochbuch mit überwiegend oder ausschließlich pflanzlichen Rezepten verkaufen möchte wird man mit einem allgemeinem Food Blogger womöglich mäßigen Erfolg haben. Richtig erfolgreich wird die Kampagne aber wenn man vegane Kochbücher mithilfe von veganen Influencern promotet. Die Affinität ist hier viel höher und entsprechend auch die Conversion Rate.

Klar gibt es auch Menschen die sich womöglich für vegane Ernährung interessieren und einem allgemeinem Food Blogger folgen. Aber die Anzahl ist geringer die Affinität vergleichsweise viel niedriger. Deshalb ist es enorm wichtig, dass man die Influencer so gezielt wir nur möglich auswählt. Auch wenn das bedeutet, dass man bei steigenden Kriterien eine geringere Auswahl an Influencern hat. Denn der wichtigste Punkt ist: Wie sehr passt die Zielgruppe zum Produkt.

Erfolgreiches Influencer Marketing 101

Hier eine kurze Checkliste um erfolgreiches Influencer Marketing zu betreiben. Denn der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab. Es wäre falsch zu behaupten Influencer Marketing sei per se gut oder schlecht. Im Endeffekt hängt es immer davon ab wie man die Kampagne aufsetzt und an die Sache ran getan

Die wichtigsten Punkte in chronologischer Reihenfolge im Überblick:

Analyse und Suche

Diesen Punkt können wir gar nicht oft genug betonen. Es ist unglaublich wichtig umfangreichen Research zu betreiben wenn man wirklich gute Influencer finden. möchte. Das ist mitunter auch der aufwendigste und nervigste Teil des gesamten Marketings. Aber er ist von grundlegender Bedeutung. Das beste Produkt der Welt verkauft sich nicht wenn der Influencer nicht dazu passt oder fake ist.

Kommunikation

Die Art und Weise wie man an den Influencer herantritt ist auch entscheidend. Schon die ersten Worte und Nachrichten können über Sympathie oder Ablehnung entscheiden. Automatisierte Nachrichten sind ein absolutes NOGO. Deshalb so persönlich und indirekt wie möglich an die Sache herantreten. Influencer sind Menschen und keine Maschinen bzw. Algorithmen.

Somit kann man durch geschickte Kommunikation einiges rausholen. Die Preise sind letztendlich immer auf Verhandlungsbasis. Wer zu viel zahlt hat nicht geschickt verhandelt oder den falschen Inlfuencer ausgewählt.

BONUS TIPP: Immer an das Interesse des Influencers denken. Immerhin hat dieser viel zu verlieren, da er oder sie hinter jeder Promotion mit dem eignen Namen steht.

Nachhaltiges Influencer Marketing

Man sollte immer verschiedene potentielle Influencer testen und anschließend die Ergebnisse auswerten. Schnell wird man feststellen, dass gewisse Influencer wesentlich mehr Umsatz generieren obwohl diese vergleichsweise nicht immer die meisten Follower haben müssen.

Die besten Influencer sollte man sich herauspicken und anschließend anbieten Brand Ambassadors zu werden. Somit bindet man sie langfristig an die Brand und kann mit stabileren und nachhaltigeren Einkünften rechnen. Im Gegensatz kann man eine Umsatzbeteiligung für die jeweiligen generierten Umsätze anbieten.

Einbindung in die Produkt Entwicklung

Das Non Plus Utra im Influencer Marketing ist die Einbindung des Influencers in die Produkherstellung. Das erhöht das Interesse des Influencer für eine Zusammenarbeit enorm und erhöht das Vertrauen in die gemeinsame Geschäftsbeziehung. Auch die Conversion Rate steigt dadurch enorm, da die Produkte wesentlich genauer auf die Zielgruppe bzw. Follower zugeschnitten werden können.

Dieser Schritt sollte aber erst nach mehreren Wochen bzw. Monaten erfolgreiche Zusammenarbeit Angebot werden, macht aber langfrisitg gesehen sehr viel Sinn. Das beste Beispiel hierfür sit Rocka Nutrition, ein deutschter Hersteller für Sportnahrung.

Rocka Nutrition Influencer Marketing

Auf dem Bild abgebildet sieht man Ron Bielecki einem der bekanntesten deutschen Influencer im Comedy und Fitness Bereich. Er trinkt seine eigene Kreation names „Ehrenmann“ die in Zusammenarbeit mit seinem Sponsor Rocka Nutrition entstanden ist. Seither ist das Produkt ein absoluter Kassen Schlager.

Bezahlung, Vergütung & Preise

Die Bezahlung und Vergütung der jeweiligen Influencer ist ein unglaublich individueller Prozess. Wie wir in der anschließenden Case Study schon erwähnen haben wir wir für lediglich 100€ Shoutouts von Pages erkauft die hunderttausende Follower hatten.

Darüber hinaus gab es sogar welche die gegen die Zusendung der Produkte allein schon Promotion anboten. Diese Influencer waren zwar etwas kleiner konnten aber einiges an Traffic und Umsatz generieren. Andere hingegen wollten horrende Summen haben und ließen gar nicht mit sich verhandeln.

Media Kit

Jeder Influencer hat ein sogenanntes Media Kit welches er zusenden kann. Das beinhaltet meist mehrere Angebot wie z.B Instagram Feed Post, Instagram Story Post, YouTube Video, Blog Beitrag usw.. Manchmal bieten sie sogar Kombinationen aus mehreren Punkten an. Für diese Media Kits gibt es jedoch keine Branchen Standards wie Kollektivverträge für Arbeitnehmer. Vielmehr sind es frei ausgedachte Zahlen basierend auf Auszahlungen die sie entweder zuvor bekommen haben oder bei anderen Influencern abgeschaut haben.

Diese Media Kits kann man sich von verschiedenen Influencer zusenden lassen um die Preise vergleichen zu können.

Verhandlungsspielraum

Der Spielraum ist groß und die Preise sehr unterschiedlich. Diese Antwort ist vermutlich nicht sehr zufriedenstellend. Aber es gibt einfach zu viele Faktoren um den optimalen Preis für einen Influencer mittels Formel bestimmen zu können.

Letztendlich hängt alles vom Verhandlungsgeschick des Unternehmens ab. Immerhin ist ein Influencer kein Roboter oder Algorithmus wie beispielsweise eine Google Anzeige oder eine Facebook Werbung. Vielmehr ist es Mensch mit Werten und Gefühlen die er oder sie auch nach außen hin trägt. Die Art und Weise wie man das „Verhandlungsgespräch“ führt bzw. wie man an es herantritt ist maßgeblich entscheidend.

Auch wie man letztendlich das Produkt vorstellt und kommuniziert kann entscheidend sein. Letztendlich sollte man sich im klaren sein, dass der Influencer hinter jeder Kampagne mit seinem Namen steht und infolgedessen auch die Reputation auf dem Spiel steht.

Sollte das Produkt also nicht zum Influencer passen oder sollte dieser aufgrund dessen die Preise unverschämt erhöhen sollte man das respektieren. Immerhin macht es wenig Sinn das Produkt dem Influencer und seinen Followern aufzuzwingen. Man merkt das sehr oft bei gewissen Beiträgen von großen Influencern. Solche Kampagnen sind meist erfolglos und mit viel Geld erzwungen worden. Eine Lose/Lose Situation für beide Parteien.

Umsatzbeteiligung

In manchen Fällen kann man den jeweiligen Influencer auch von einer Umsatzbeteiligung überzeugen. Konkret bedeutet dass, das der Influencer an den Sales die er oder sie generiert prozentuell beteiligt wird.

Das ist vor allem bei langfristigen Parnterschaften für beide Seiten sehr sinnvoll.

Anfangs wird man mit solch einem Vorschlag jedoch meistens auf Unverständnis bzw. Ablehnung stoßen.

Case Study – Instagram Influencer

Auch wir betrieben unsere Shops früher sehr stark mit Influencer Marketing und machen das auch immer noch. Die Strategie hat sich jedoch geändert aber dazu später mehr.

Konkret ging es um einen Online Shop für Kleidung. Dieser war in einer besonderen Nische platziert die sich klar von anderen differenzierte. Dementsprechend waren auch die Designs ganz anders. Kurzum es war ein klassisches Modelabel was jeder tragen würde. Wir waren anders.

In dieser Nische gab es auch einige Influencer und Influencer Pages (also keine Personen sondern einfach Themed Pages). Somit war der Pool an Influencern groß die Nische aber klar abgegrenzt und definiert.

Wir vermittelten die Werte der Brand und traten auf sehr persönlichen Ebene mit den Influencern in Kontakt. Im Gegensatz zu anderen Brands bauten wir das Gespräch eher auf freundlicher Basis auf als direkt mit der Tür ins Haus zu fallen.

Beispiel: „Hey we really like your page and resonate with your content! Keep it up“.

Nachdem wir ein paar Nachrichten ausgetauscht hatten und Small Talk beschrieben begannen wir etwas konkreter zu werden:

„Are you generally open for collaborations?“

Sofern die Antwort positiv ausfiel stellten wir unsere Brand und unsere Werte vor. Wir vertreten XY genauso wie du und haben uns aus diesem Grund entschieden Z zu gründen. Unsere Produkte helfen Menschen Punkt 1,2,3 zu erreichen oder zu vertreten.

Anschließend machten wir ein konkretes Angebot mit Vorauszahlung worauf die meisten Influencer auch eingingen. Besonders wichtig war aber das Gespräch zuvor, denn damit bauten wir Vertrauen und kamen nicht so „Salesy“ rüber.

Die Produkte wurden dann mit Express zu den entsprechenden Influencern geschickt, sodass sich diese selbst von der Qualität überzeugen konnten. Da das Feedback diesbezüglich sehr positiv war vielen die Produktplatzierungen auch entsprechend gut aus und man hatte das Gefühl wurde „organisch“ beworben.

Wir arbeiteten dabei hauptsächlich mit Influencern im Bereich von 10k-200k zusammen. Wobei die Größe nicht unbedingt die wichtigste Kennzahl war sondern das Engagement der Follower.

Am meisten Erfolg hatten wir jedoch mit einer Themed Page die nur $120 für einen 24h Shoutout verlangt hatte. Wir machten durch die Kampagne allein über $2500 Umsatz an dem Tag. Der ROI lag bei fast 20x. Sowas hatten wir mit Facebook nie gesehen. Die Seite übrigens 700k Follower

Aber auch das war kein Zufall denn wir:

  • Analysierten und verglichen alle Seiten
  • Bauten vertrauen auf verhandelten sehr gut
  • Hatten ein sehr gutes Produkt welches 1:1 zur Zielgruppe passte
  • Optimierten unsere Landing Page auf Mobile Visitors (logischerweise)

Auch die anderen Kampagnen waren meistens positiv im AdSpent. Das lag auch an den genannten Punkten. Nur wenn wir schlampig in der Analyse und ungeduldig in der Verhandlung waren war der ROI vergleichsweise niedriger.

Wir haben eindeutig bewiesen, dass Influencer Marketing bei Beachtung vieler kleiner Details ein unglaubliches Tool ist um innerhalb von kurzer Zeit enorm viel Reichweite aufzubauen.

Die restlichen Visitors welche nicht sofort gekauft haben landeten in unseren bezahlten Retargeting Kampagnen auf Facebook und Instagram.

Zusammenfassung

Influencer Marketing ist ein unglaublich effektives Marketing Tool um Produkte oder Dienstleistungen online zu vermarkten. Jedoch gibt es einige Dinge die man dabei beachten muss um erfolgreich zu sein.

Man sich einerseits das wissen selbst aneignen, eigene Erfahrungsweise sammeln und auf diesen aufbauen. Oder man wendet sich direkt an eine Influencer Marketing Agentur welche den Job übernimmt. Das kostet jedoch meistens mehr Geld und ist immer eine Frage von Budget.

Im Idealfall übernimmt man die Verantwortung selbst. Das mag jetzt zwar komisch klingen, da wir diesen Service für andere Unternehmen anbieten. Aber die direkte Kommunikation zwischen dem Influencer und der Brand ist entscheidend. Immerhin macht es mehr Sinn von Mensch zu Mensch zu kommunizieren als von Unternehmen zu Influencer.

Das ist auch der entscheidende Unterschied zu Paid Ads oder SEO. Die Menschlichkeit soll im Vordergrund stehen und nicht das Geld. Influencer Marketing basiert auf Vertrauen und persönlichen Werten und nicht auf Vergütung. Diese ist letztendlich nur Mittel zum Zweck.

Dropshipping

Dropshipping in Deutschland, Österreich & Schweiz – Das musst du wissen!

Einleitung

Dropshipping ist momentan in aller Munde denn es gibt schon zahlreiche Online Marketer die das Geschäftsmodell seit Jahren nutzen und Millionen gemacht haben. Mittlerweile interessieren sich immer mehr Menschen für dieses vermeintlich profitable Geschäftsmodell.

Vor allem Dropshipping mit chinesischen Händlern wie Aliexpress hat dem Geschäftsmodell zu großer Beliebtheit verholfen. Durch zahlreiche Apps und Softwares ist die technische Umsetzung wirklich ein Kinderspiel.

Doch wie realistisch ist es wirklich mit Dropshipping in Deutschland oder Österreich Geld zu verdienen? Wir betrieben das Geschäftsmodell selbst schon seit 2 Jahren und geben einen offenen und transparenten Einblick in die Thematik.

Was ist Dropshipping?

Kurz zur Beschreibung was Dropshipping eigentlich ist. Dropshipping ist der englische Begriff für Kurzstreckengeschäft. Man verkürzt den Weg des Produktes lässt es einfach direkt zum Kunden schicken. Im Grunde genommen ist man nur digitaler Mittelsmann und verbindet Kunden mit Produktion. Die folgende Grafik veranschaulicht das ganze visuell.

dropshipping modell

Die Idee dahinter ist entsprechend simpel. Anstatt eine gesamte Produktions, Zwischenlager und Versandkette aufzubauen wählt man das Kurzstreckengeschäft. In diesem Fall muss man lediglich einen Online Shop aufsetzen und Kunden durch Online Marketing auf diesen Shop bringen.

So spart man unterm Strich Zeit, Kosten und Aufwand. Man verarbeitet lediglich die Zahlung und Bestelldaten und leitet diese an den Hersteller weiter.

Alles was man benötigt ist:

  • Notebook / PC
  • Internetverbindung
  • Know How

Diese 3 Dinge sind notwendig um einen erfolgreichen E-Commerce Store basierend auf dem Modell Dropshipping zu führen. Die Einstiegsbarriere ist somit sehr gering.

Wie funktioniert das konkret? Anleitung

Dropshipping ist ein relativ simpler Prozess. Hier die wichtigsten Schritte in der absoluten Kurzfassung.

Schritt 1: Gewerbe Anmelden

Bevor man geschäftlich aktiv wird es notwendig ein Unternehmen anzumelden. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich eignen sich Einzelunternehmen mit Abstand am besten. Diese kann man recht kostenarm starten. Hinzu kommt das entsprechende Gewerbe das man anmelden muss. Dieses fällt unter die freien Gewerbe und wird als Handelsgewerbe bezeichnet. Bei bevorstehenden größeren Umsätzen macht es Sinn eine UID Nummer zu beantragen. Diese ist ebenfalls kostenlos und muss ab 30.000€ Jahresumsatz beantragt werden.

Schritt 2: Shop bauen

Das erste was man machen muss nachdem die rechtlichen Grundvoraussetzungen geklärt sind ist einen Shop zu bauen. Für nahezu alle Dropshipping Varianten eignet sich Shopify mit Abstand am besten. Diese E-Commerce Plattform hat sich in den letzten Jahren an die Spitze hochgearbeitet und das nicht ohne Grund.

Eine kostenlose 14 tägige Testversion bekommst du hier.

Woocommerce und andere Plattformen sind für das hier beschriebene Dropshipping nicht geeignet, da das nur Shopify die notwendigen Integrationen und Anbindungen an AliExpress usw. besitzt.

Zusätzlich zu den zu installierenden Integrationen wie z.B Oberloo ist es notwendig auch noch den Facebook Pixel und Google Analytics zu installieren. Tracking ist das A & O im E-Commerce und sollte schon Beginn an sauber durchgeführt werden damit man optimale Ergebnisse erzielen kann. Wir bieten unter anderem mit unserer Agentur Webdesign falls du Hilfe brauchst.

Schritt 3: Produkte Suchen, Importieren & Listen

Nachdem der Shop gebaut wurde und die Trackings Codes erfolgreich installiert wurden ist es notwendig Produkte in Shop zu importieren. Die Produkte werden in den meisten Fällen von Großhändlern aus China bezogen. Weiter unten eine Auflistung der beliebtesten Händler und Anbieter. Diese bieten Millionen von Produkten angefangen über Elektronik, über Möbel bis hin zu Kleidung und Schmucken zum Herstellerpreis.

AliExpress

Die beliebteste Plattform ist AliExpress, auch chinesiches Amazon genannt. Hier findet man die meisten Produkte. Die Auswahl ist riesengroß und die Möglichkeiten endlos. Jedoch sollte man beim Aussuchen der Produkte auf gewisse Dinge achten. Nicht alle Produkte entsprechen den Qualitätsvorstellungen der westlichen Bevölkerung. Oftmals fühlen sich Produkte billig an und sind schlecht verarbeitet. Deshalb ist es empfehlenswert entweder auf die Reviews zu achten oder das Produkt testweise zu bestellen.

Aliexpress Dropshipping

Mithilfe von den Applikationen Oberlo oder Dropified können die Produkte direkt ohne wenig Aufwand in den jeweiligen Shopify Store integriert werden. Das ist sogar mit wenig technischem Verständnis leicht umzusetzen.

POD

Es gibt auch die Möglichkeit Dropshipping mit Print On Demand Artikel zu betreiben. Konkret handelt es sich um Produkte die bei Bestellung bedruckt und direkt Versand werden. Die zuvor erstellen Designs und Printmuster werden einfach auf gewisse Plattformen wie Printful hochgeladen. Anschließend stellt man mittels Applikation wieder eine Verbindung zwischen dem Shopify Shop und dem POD Anbieter (z.B Printful) her.

Andere Anbieter

Es gibt natürliche auch noch zahlreiche andere Anbieter von denen man Produkte beziehen kann aber dazu später mehr. AliExpress und Printful gehören zu den beliebtesten Lösungen und eignen sich sehr gut zum starten. Bei anderen Anbieter fehlen aber manchmal vorgefertigte Integrationslösungen was das Dropshipping mit Shopify erschwert.

Schritt 4: Marketing

Nachdem er Shop steht und alle Produkte erfolgreich importiert und gelistet worden sind fehlen nur noch die Kunden. Hierfür ist Skill im Bereich Online Marketing gefragt. Auf YouTube gibt es zahlreiche Tutorials und Anleitung wie man am besten seinen Dropshipping Store bewirbt. Oder man stellt mit dem nötigen Budget eine Online Marketing Agentur an.

Hier die beliebtesten Varianten im Überblick:

Facebooks Paid Ads

Facebook ist eine der weltweit größten Werbeplattformen die es gibt uns eignet sich hervorragend um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Facebook Paids erlauben Werbetreibenden (Dropshippern) Anzeigen im Feed, Messenger oder Market Place zu positionieren. Am besten eignen sich aber Feed Platzierungen.

Der Vorteil: Facebook hat über die Jahre eine riesige Datenbank aufgebaut und weiß mehr über dich als deine Mutter. Kein Scherz.

Dementsprechend genau können Werbeanzeigen geschalten werden. Man kann gezielte Interessen wie z.B Fitness, Yoga, Fashion und Reisen auswählen und gezielt Werbeanzeigen schalten.

Facebook Anzeige Dropshipping

Instagram Ads

Dasselbe gilt für Instagram Ads, da diese auch über Facebook gesteuert werden. Somit kann man im Facebook Ads Manager sowohl FB als auch IG Werbeanzeigen schalten. Hinzu kommt, dass man auf Instagram nicht nur Feed Anzeigen sondern auch Story Anzeigen schalten kann. Diese sind momentan besonders kostengünstig und eignen sich für eine Vielzahl von Produkten im niedrigen Preissegment.

Zudem hat man auf Instagram die Möglichkeit gezielt auf eine jüngere Zielgruppe zugreifen zu können und entsprechend andere Produkte zu vermarkten.

Vorteile

Der Grund aus dem Dropshipping so beliebt ist sind die zahlreichen Vorteile die es mit sich bringt und so viele Leute dazu bewegt mit Dropshipping zu starten.

Geringe Einstiegsbarriere

Der Hautaspekt ist die geringe Einsteigsbarriere. Jeder kann einen voll funktionsfähigen Online Shop innerhalb von wenigen Stunden zum laufen bringen. Das liegt daran, dass Shopify in Kombination mit zahlreichen Applikationen ein unglaublich einfaches System bietet mit dem man problemlos E-Commerce betreiben kann.

Die Einbindung der Produkte mittels Oberlo, Dropified oder POD Services wie Printful funktioniert ausgesprochen gut und ist aus technischer Sicht sehr leicht umzusetzen.

Mittlerweile muss man wirklich kein technisch fundiertes Wissen besitzen um einen Dropshipping Store startklar zu machen. Jeder mit einem Notebook und einer stabilen Internetverbindung sowie einer Kreditkarte kann theoretisch Dropshipping mit Shopify betreiben.

Kaum Startkosten

Neben der geringen technischen Anforderung ist auch wenig Startkapital notwendig um mit Dropshipping starten zu können. Konkret benötigt man lediglich $15 für eine Domain und $29 für den ersten Monat bei Shopify. Alle anderen Kosten sind optional wie z.B Paid Themes, Applications, Desings usw..

Lediglich für die Werbung sollte man Anfänglich mindestens 300-500€ in die Hand nehmen um erste Ergebnisse sehen zu können. Das ist notwendig und alles andere wäre auch unrealistisch. Mit 100€ Werbebudget kommt man nicht weit und man kann kein ersthaftes Unternehmen mit so wenig Geld starten. Aber mit ein paar Hundert Euros kann der Spaß schon losgehen.

Somit kann auch ein Student oder jemand mit wenig Startkapital ein eigenes Dropshipping Business starten. Die Einstiegshürde sowohl aus technischer als auch finanzieller Sicht ist gering.

Keine Logistik

Der grundlegende Sinn für das Dropshipping liegt in der ausgelagerten Logistik. Man benötigt keine Lager und muss sich auch nicht um den Versand kümmern. Das ist ein großer Punkt denn als Unternehmer möchte man sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren und sich nicht mit zeitaufwändigen Tätigkeiten aufhalten lassen für die man wenig Know How benötigt.

Solche Aufgaben sollte man frühestmöglich abgeben und outsourcen. Genau das ist mit Dropshipping der Fall. Die ganze Produktions-, Lager- und Versandkette wird komplett abgegeben und man kann sich voll und ganz auf das Marketing und die Marktrecherche konzentrieren.

Flexibilität

Dieser Punkt spricht vor allem die jüngere Generation, darunter viele Millennials, an. Flexibilität ist einer der wichtigsten Punkte dieser Generation und steht teilweise sogar noch über Aspekten wie Einkommen und Ansehen.

Dropshipping ist genauso wie Affiliate Marketing oder anderen Möglichkeiten ein Geschäftsmodell welches man auf der ganzen Welt von seinem Notebook aus steuerrn kann (sofern man Internet hat). Man ist weder zeitlich noch räumlich gebunden und kann sich alles frei einteilen. Das ist auch der Grund weshalb viele erfolgreiche Online Marketer häufig auf reisen gehen, ihren Wohnsitz regelmäßig wechseln und dann arbeiten können wann sie wollen.

Online Business Freiheit

Daraus können sich auch viele steuerliche Vorteile ergeben wenn man seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt aber das ist ein anderes Thema welches wir in einem separaten Artikel behandeln werden.

Nachteile

Aus dem Geschäftsmodell Dropshipping mit Aliexpress oder anderen Herstellern ergeben sich aber auch viele Nachteile. Oftmals werden diese verschwiegen und nicht thematisiert.

Natürlich lassen sich mehr Kurse und Coachings verkaufen wenn man nur die positiven Seiten erwähnt und nicht schlecht darüber redet. Aber wir wollen maximale Transparenz und decken deshalb auch die Schattenseiten von Dropshipping auf.

Diese sollten unbedingt beachtet werden bevor man mit Dropshipping startet und sich für dieses Geschäftsmodell entscheidet. Das gilt natürlich für Geschäftsmodelle aller Art. Man sollte sich immer beider Seiten bewusst sein.

Lieferzeiten

Der Hauptnachteil sind die langen Lieferzeiten die auftreten wenn man die Produkte erst nach Eingang der Bestellung vom Hersteller fertigen und versenden lässt. Vor allem Anbieter aus China wie AliExpress benötigen vergleichsweise lange um die Produkte zu versenden. In der Regel betragen die Lieferzeiten 2-3 Wochen.

Das ist natürlich ein großer Nachteil wenn man andere Online Shops und deren Versandzeiten vergleicht. Beispielsweise liefert Amazon innerhalb von nur wenigen Tagen. Für Prime Members innerhalb von 48h. Da mittlerweile fast alle Menschen die Online Einkaufen diese Versandzeiten gewohnt sind werden 2-3 Wochen nicht toleriert. Infolgedessen kommt es häufig zur Beantragung von Refunds, Beschwerdebriefen, schlechten Reviews und negativer Nachrede.

Auch bei Print On Demand Anbieter besteht das Problem. Diese sind zwar großteils in Europa oder den USA nieder gelassen benötigen aber für die Herstellung, den Versand und die Lieferung bis zu 14 Tage. Auch das ist für viele Kunden zu lang und hat die selben Konsequenzen zur Folge.

Drop Shipping Versandzeit

Nur wenige chinesische Hersteller besitzen Zwischenlager in den USA und können somit die Versandzeiten kurz halten.

Qualität

Ein weiterer oftmals vernachlässigter Punkt ist die Qualität der Produkt. Wir Europäer sind natürlich ganz andere Qualitätsstandards gewohnt und haben hohe Erwartungen an die Produkte die wir kaufen. In seltenen Fällen entstehen Fehler in der Produktion und wir können das Produkt problemlos umtauschen.

Beim Dropshipping mit Produkten die aus China importiert werden ist das nicht der Fall. Chinesische Hersteller setzen vermehrt auf Quantität und nicht auf Qualität. Sie gehen davon aus, dass ein größerer Anteil der Produkte nicht funktioniert oder schnell kaputt geht.

Da wir als Zwischenhändler jedoch die Verantwortung tragen müssen wir auch bereit sein vermehrt Zeit in den Customer Support zu investieren und auch mehr Geld für etwaige Refunds zu investieren als bei hochqualitativen Produkten.

Vor allem bei Elektronik ist Vorsicht geboten. Viele elektronische Artikel von China sind nichtmal voll funktionsfähig oder versagen nach wenigen Wochen und Monaten. Das schadet auch der Beziehung zu den Kunden.

Hijacker

Die Zahl der Dropshipper und Leute die AliExpress kennen hat sich in den letzten Monaten und Jahren vervielfacht. Konkret bedeutet, dass das sobald sich ein Produkt erfolgreich über Facebook oder Instagram verkauft, es sofort Konkurrenz gibt. Die sogenannten Hijacker durchforsten Facebook und andere Medien nach erfolgreichen Kampagnen und anderen Online Shops und launchen das Produkt in ihrem eignen Store.

Das kann unglaublich ärgerlich sein, aber man ist nicht davor geschützt, denn jeder darf Produkte aus China importieren und hier verkaufen sofern kein Markenrecht verletzt wird. Hijacking ist aber auch in anderen Geschäftsmodellen wie Amazon FBA sehr präsent. Es ist ein unangenehmer Nebeneffekt von Geschäftsmodellen die geringe Zugangsbarrieren haben.

Abhängigkeit

Ein riesengroßer Nachteil ist die ständige Abhängigkeit von seinen Hersteller. Einerseits hat es zwar Vorteile wenn man sich nicht selbst um die Bestellungen kümmern muss aber es macht einen gleichzeitig auch abhängig.

Abhängigkeit im Geschäftsleben ist immer ein Risikofaktor und kann auch auf Dauer ein ernsthafter Nachteil sein. Sich ständig auf Menschen zu verlassen zu müssen die man nicht kennt und umgekehrt nicht abhängig von dir sind ist ein großes Problem.

Viele chinesische Hersteller sind auf Dauer äußerst unzuverlässig und halten sich auch nicht an Verträge sofern man überhaupt welche abschließen kann. Das liegt daran, dass diese aufgrund der großen Distanz und Barriere rechtlich einfach nicht angreifbar sind. Zudem ist das grundsätzliche Vertrauen relativ gering in Personen die man nicht kennt sehr gering.

Nachhaltigkeit

Dropshipping ist ein sehr gutes Business Model um viele Aspekte im E-Commerce Bereich relativ schnell zu lernen. Aber auf Dauer ist es kein nachhaltiges Business Model. Vor allem angesichts der oben genannten Punkte ist es schwer ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen.

Konkret liegt das daran, dass man keinen wirklichen USP hat. Die Produkte können jederzeit von jedem anderen Anbieter kopiert werden (Natürlich mit Ausnahme von Custom Print On Demand Produkten die man Markenrechtlich schützen lässt). Alle Produkte auf AliExpress, DH Gate, Shine uvm. sind nicht geschützt und können bzw. werden auf Dauer auch von anderen Online Shops vertrieben.

Zweitens sind die großteils schlechte Qualität und langen Lieferzeiten ein großes Problem um langfristig Kunden an sich zu binden. Ein Geschäft geht nur solange gut solange die Kunden kaufen. Aber wenn man es nicht schafft Kunden an sich zu binden und einen Pool an Stammkunden aufzubauen wird es schwierig. Stetige Neukundenakquise weil die alten Kunden weg fallen ist kein nachhaltiges Business Modell.

Branding & Brand Aufbau

Der dritte Punkt betrifft das Branding. Dieser Punkt geht auch Hand in Hand mit dem der Nachhaltigkeit. Es ist relativ schwer gutes Branding in einen Dropshipping Store zu bringen. Das geht zwar bis zu einem gewissen Grad noch (z.B mit POD Produkten bei denen man das Logo rein drucken kann).

Brand Building ist auf lange Sicht die profitabelste Art Geld zu verdienen. Das liegt daran, dass die Kunden aufgrund von bisherigen Käufen oder den Käufen anderer schon so ein hohes Vertrauen in die Brand haben, dass sie viel gewillter sind zu kaufen.

Hohe Konkurrenz

Dropshipping erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit und die Konkurrenz steigt täglich. Das erhöht nicht nur das Risiko für Hijacker sondern macht es auch immer schwieriger kostengünstige Werbemöglichkeiten zu finden. Da die Zahl der Werbetreibenden auf Facebook in den letzten Jahren um das dreifache gestiegen ist haben sich auch die Kosten erhöht.

Hier ein Auszug aus der Statistik von Google die darstellt wie schnell das Interesse am Dropshipping in den letzten Jahren gestiegen ist.

Zeitaufwand

Ein weiterer Punkt den vielen nicht wahrnehmen ist der hohe Zeitaufwand der einhergeht mit der Erstellung und Betreuung eines Dropshipping Stores. Das ist zwar Anfangs kein Nachteil kann aber später zum Problem werden. Bei englischen Stores ist das kein Problem, da man Customer Support und andere Dinge sehr leicht outsourcen kann. Dafür eignet sich z.B Fiverr sehr gut. Ein Plattform auf der man günstig VAs aus den Philippinen und anderen Niedriglohnländern findet.

Im deutschsprachigen Raum ist das etwas schwieriger kompetente Mitarbeiter zu günstigen Preis zu finden. Vor allem wenn es um einfache Aufgaben wie Customer Support oder Weiterleitung der Bestellungen geht.

Natürlich ist jedes legitime Business mit einem Zeitaufwand verbunden jedoch ist Dropshipping kein automatisiertes Business welches sich von selbst regelt so wie es viele darstellen.

Händler und Anbieter im Überblick

Es gibt viele Händler und Anbieter von denen man Produkte beziehen und anschließend weiterverkaufen kann. Hier die wichtigsten im Überblick:

AliExpress

AliExpress ist das chinesische Pendant zu Amazon und eine Plattform auf der hunderttausende Artikel angeboten und verkauft werden. Es ist nicht nur die Plattform mit der größten Auswahl sondern eignet sich aufgrund der zahlreichen Plugins auch am besten für die Integration mit Shopify.

Das Angebot reicht von Elektronik, über Spielzeug bis hin zu Kleidung und Technik. Man findet nahezu alles und die Preise sind großteils sehr gut sodass man beim Wiederverkauf noch eine gute Marge hat.

https://best.aliexpress.com/

DH Gate

DH Gate ist eine weitere riesengroße chinesische Plattform auf der man zahlreiche Produkte, welche sich zum Dropshipping eignen, finden kann. Insbesondere die Auswahl für Elektronikartikel ist hier besonders groß.

https://de.dhgate.com

SHEIN

Shein ist einer der größten Plattformen für Kleidung und Mode. Das Angebot reicht von Kinderkleidung bis hin zu Jacken und Street Style. Shein eignet sich somit sehr gut für Fashion Stores. Wichtig ist hierbei immer auf die richtigen Größen zu achten.

https://de.shein.com/

BIG BUY

BIG BUY ist einer spanischer Großhändler für waren aller Art. Das kann vor allem für Europäer sehr interessant sein. Hier handelt es sich nicht nur um einen Händler sondern eine Firma welche zahlreiche weitere Dienstleistungen für Dropshipper anbietet wie z.B Hilfe zur Anbindung verschiedener Verkaufskanäle.

https://www.bigbuy.eu/en/

Printful (Print on Demand)

Printful ist einer der bekanntesten und beliebtesten Anbieter für Print On Demand Produkte. Sie bieten mittlerweile eine breite Palette an Produkten (T-Shirts, Hoodies, Coffee Mugs usw) an und haben einen sehr guten Customer Support.

Mittlerweile gibt es auch schon in Europa eine Produktionsstätte was die weltweite Lieferzeit verkürzen kann.

https://www.printful.com/

Custom Cat (Print on Demand)

Custom Cat ist mitunter der größte Anbieter für Print On Demand Produkte. Das Angebot für die zu bedruckenden Produkte ist enorm und man bekommt diese auch für einen vergleichsweise sehr günstigen Preis.

Ab einem gewissen Volumen wird Custom Cat jedoch kostenpflichtig.

https://customcat.com/

Dropshipping und Steuern

Diese Thema ist für viele Steuerberater ein absolutes Neuland. Oftmals wurde wir und viele unserer Kollegen verwiesen und bekamen die Aussage: „Dazu kann ich Ihnen keine konkreten Auskünfte geben. Ich muss mich zuerst nochmal informieren.“ Da fühlt man sich nicht sehr gut aufgehoben vor allem wenn man bedenkt, dass man den Steuerberater genau für sein Wissen bezahlt.

Theoretisch sieht es so aus, dass der Umsatz bzw. die Umsatzsteuer in jedem Land extra abgeführt werden müsste. Das bedeutet, dass wir für jedes Land in welches wir verkaufen korrekterweise auch eine Umsatzsteuer verlangen und auch bezahlen müssen. Wenn man aus Österreich einen Shop betreibt und die Ware von China zum Kunden nach Deutschland schicken lässt muss meine Umsatzsteuer in Deutschland abführen.

Praktisch machen es viele (obwohl das nicht korrekt ist) nicht, da es ein unglaublicher bürokratischer Aufwand wäre. Zudem setzen manche Verträge mit den chinesischen Hersteller auf, dass diese im Zweifelsfall als Verkäufer auftreten. Das ist aber eine riesengroße rechtliche Grauzone und definitiv keine wasserfeste Lösung.

Bei Verkäufen in die USA kann man die Umsatzsteuer ganz einfach im eigenen Land abführen. Das gilt natürlich nur sofern der Hersteller in China sitzt, der Shop aus der EU betrieben wird und der Kunde aus den USA kommt.

Zudem muss man in Österreich und Deutschland eine Einfuhrumsatzsteuer bezahlen sobald das Produkt mehr als 22€ kostet. Hierfür wird der Einkaufspreis in China herangezogen und nicht der letztendliche Verkaufspreis.

Drop Shipping Steuern

Risikofaktoren

Neben den Nachteilen gibt es auch einige ernstzunehmende Risikofaktoren die außerhalb unserer Kontrolle liegen und sich auch negativ auswirken können. Hier die wichtigsten Risikofaktoren zum Thema Dropshipping im Überblick.

Zoll

Der Zoll kann ohne es anmelden zu müssen alle Pakete aufmachen, durchsuchen und untersuchen. Das kann die Lieferzeit massiv verzögern.

PayPal und Stripe

Die zwei beliebtesten Zahlungsanbieter PayPal und Stripe nutzen ihre Monopolstellung aus und können Zahlungen verweigern, Geld einbehalten und Refunds ohne Gründe akzeptieren (auch wenn die Ware bereits erfolgreich zugestellt wurde).

Die Horrorstories sind endlos und man findet im Internet genug davon.

Haftung

Im Endeffekt haftet man als Dropshipper für alle Risiken die mit dem Produkt zusammen hängen. Wenn gewisse Farbstoffe nicht CE zertifiziert sind kann das zu großen Problemen führen. Vor allem im Bereich der Gesundheit kann das sehr kritisch sein.

Viele Produkte aus China sind gefälscht oder verstoßen gegen viele Gesetze im Bezug auf Markenrecht. Im Endeffekt haftet man selbst als Wiederverkäufer wieder dafür.

Zahlreiche große Stores wurden bereits abgemahnt weil deren Betreiber zu unachtsam waren und die Produkte hinsichtlich der Markenrechte nicht geprüft haben.

Unsere Erfahrung mit Dropshipping

Unsere Erfahrung mit Dropshipping waren sehr durchwachsen. Einerseits gelang es uns mit POD Anbieter auf kreative Art und Weise eine eigene Kleiderbrand in einer sehr guten Nische aufzubauen und diese auch erfolgreich zu vermarkten.

Mithilfe von den richtigen Influencern und einer gezielten Facebook und Instagram Ad Kampagne konnten wir innerhalb kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen. Die Umsätze stiegen schnell und die Marge hoch genug, dass Profit unterm Strich relativ gut war.

Auf der anderen Seite hatten wir ständig Probleme mit den Lieferzeiten sowie der Produktqualität. Viele Kunden beschwerten sich per E-Mail was zu einem unglaublich hohem Aufwand im Sinne von Customer Support bedeutete. Das war wirklich schade, denn das raubte uns sehr viel Motivation bis wir schließlich den Shop verkauften.

Produktempfehlung:

Wer am Modell Dropshipping und E-Commerce interessiert ist sollte definitiv mit einem Kurs starten. Dieses Investment spart viel Zeit und auch Geld. Wir empfehlen die China Dropshipping Academy um von Anfang an von Profis aus dem DACH Raum zu lernen und von deren Wissen / Erfahrungen gleich zu profitieren.

China Dropshipping Academy

Zusammenfassung

Man sollte sich definitiv nicht immer von den schnellen Erfolgen anderer Menschen blenden lassen und das Business Modell Dropshipping objektiv betrachten. Es ist definitiv nicht der heilige Gral des „Ich verdiene mein Geld mit dem Notebook Lifestyle“.

Vielmehr ist e ein Geschäftsmodell das viele Tücken hat und auch Probleme mit sich bringt. Diese sollten man den Vorteile gegenüber stellen und sich erst dann entscheiden, ob Dropshipping wirklich Sinn macht.

Vor allem in Österreich und Deutschland sind die Kunden hohe Standards gewohnt und einenn erfolgreichen Dropshipping Store zu führen bedarf viel Zeitaufwand, Geld und auch Know How. Man sollte wirklich alle Aspekte kennen und sich auf diese vorbereiten bevor man sich unvorbereitet hineinstürzt.

Nichts desto trotz kann man Dropshipping auch sehr viel Geld verdienen und das nur mit einem Notebook und stabiler Internetverbindung. Das Startrisiko ist äußerst gering und man lernt viele Dinge über E-Commerce und Online Marketing sowie grundlegende unternehmerische Aspekte.